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Übergänge

Grafik 1: Immer mehr Gymnasiasten

Bad nur noch zwei Schultypen? Bitte anklicken.

Quelle: http://www.statistik-bw.de/BildungKultur/Indikatoren/AU_uebergaenge.asp

Immer mehr Grundschüler/innen wechseln auf das Gymnasium. Auch das G8 führte zu keinem Einbruch. Der Sinkflug der Hauptschule (Werkrealschule) lässt jedoch befürchten, dass es eventuell bald nur noch zwei Schularten geben wird: Das Gymnasium und die Realschule/Werkrealschule. Die Realschule wird sich dann aber stärker als das Gymnasium mit einer heterogenen Schülerschaft auseinandersetzen müssen.

Grafik 2: Übergänge auf weiterführende Schulen

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Bei den Übergängen von den Grundschulen des Landes auf weiterführende Schulen hat sich der Aufwärtstrend bei den Gymnasien (ebenso wie der Abwärtstrend bei den Hauptschulen) weiter fortgesetzt, dies aber recht moderat. So wechselten zum Schuljahr 2009/10 von den gut 107 100 Viertklässlern nach Abschluss der Aufnahmeverfahren an den Grundschulen Baden-Württembergs 24,6 % auf eine Hauptschule, 34,0 % auf eine Realschule und 40,2 % auf ein Gymnasium.
Damit konnten die Gymnasien ihre Position als überwiegende Schulart nochmals weiter ausbauen (Vorjahr: 39,7 %). Zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen gibt es weiterhin große Unterschiede. So schwankten die Übergänge auf das Gymnasium zwischen 27,8 % im Hohenlohekreis und 58,2 % im Stadtkreis Heidelberg. Diese großen Differenzen gehen aber nur zum Teil auf unterschiedliche Empfehlungen der Grundschulen zurück. Oft weichen auch die Elternwünsche von der Grundschulempfehlung ab.

Quelle: Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 4/2010, S. 1

Grafik 3: Entscheidung der Eltern

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Diese Grafik zeigt, dass sich im Landkreis Ravensburg nur etwa 75 % der Eltern, deren Kinder die Gymnasialempfehlung (!) hatten, für das Gymnasium entscheiden. Vergleicht man das mit der letzten Statistik „Empfehlungen nach der Grundschule“, wird Folgendes deutlich:

1. Im Landkreis Ravensburg erhalten ohnehin schon viel weniger Schüler/-innen die Gymnasialempfehlung.

2. Von den wenigen, die die Gymnasialempfehlung erhalten, gehen nochmals 25% nicht aufs Gymnasium, sondern auf die Realschule.

Beide Faktoren beeinträchtigen die Bildungschancen in ländlichen Regionen Baden-Württembergs. Gleichzeitig verliert unsere Gesellschaft Bildungsressourcen.

Grafik 4: Übergänge nach Generationen

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Diese Statistik zeigt, wie sich das Übergangsverhalten auf die einzelnen Schularten in Baden-Württemberg im Verlauf von 3 Generationen verändert hat.

Zur Zeit Ihrer Eltern gingen über 70% der Schüler/-innen in Baden-Württemberg auf die Hauptschule (graue Säule). Die Abiturquote dagegen (rote Säule) lag unter 10%.

In Ihrer Generation haben etwa 40% den Hauptschulabschluss und 27% das Abitur.

Unter den heute 20-30-Jährigen haben über 40% das Abitur.

Die Einführung der Werkrealschule wird dieses Verhältnis vermutlich nochmals verändern. Diese hat ja das Ziel, dass möglichst viele bis annähernd alle Hauptschüler/-innen auch den Realschulabschluss erhalten. Das heißt: Die Gesellschaft zielt darauf hin, dass der Realschulabschluss der Standardabschluss ist, nicht mehr der Hauptschulabschluss.

Zur Grafik passen die Ausführungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg:

"In den vergangenen Jahren war eine deutliche Tendenz zu höherwertigen Bildungsabschlüssen erkennbar. Im Jahr 1980 war der Hauptschulabschluss mit über 70 000 noch der am meisten erworbene. Schwächer besetzte Geburtsjahrgängen und eine sinkende Zahl von Übergängen von der Grundschule auf die Hauptschule führten zu einem deutlichen Rückgang der Zahl der Absolventen mit Hauptschulabschluss auf knapp 38 700 im Jahr 2009. Im Jahr 2030 sind nur noch rund 17 000 Schulabgänger mit Hauptschulabschluss zu erwarten – 56 % weniger als 2009."

Quelle:http://www.statistik-bw.de/BildungKultur/Indikatoren/AU_abgaenge.asp (8.1.2012)