Bildungschancen
Grafik 1: Das Abitur wird wichtiger
Die Grafik zeigt die gewachsene Bedeutung des Abiturs. Dieser Bildungsabschluss wird in immer mehr Arbeitsbereichen vorausgesetzt.
Text 1: Bildung schafft Lebenschancen
„Es ist vielfach empirisch belegt, dass Unterschiede im Berufsstatus und bei den Arbeitsmarktchancen und damit zusammenhängend beim Einkommen, Lebensstandard, bei der sozialen Sicherheit und dem gesellschaftlichen Ansehen sowie Unterschiede in der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Beteiligung mit Unterschieden im Bildungsniveau zusammenhängen. Das erworbene ‚Bildungskapital’ … lässt sich in entsprechende Lebenschancen umsetzen und minimiert gesellschaftliche Risiken wie Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit oder Straffälligkeit bzw. Kriminalisierung.“ (Quelle: Aus Politik und Zeitgeschichte 49/2008, 14-22, hier: S. 14)
Text 2: Auszug aus dem Bildungsbericht Ravensburg
Zusammenfassung wesentlicher Informationen und Befunde
Stärken und Herausforderungen
Aus den vorgenannten Ergebnissen der Indikatoren lassen sich mindestens die folgenden positiven Entwicklungen im Landkreis Ravensburg hervorheben:
(…)im Landkreis gibt es wenige nachträgliche Wechsel der nach Klasse 4 gewählten Schulart; (...)
Zugleich machen die Analysen in den Indikatoren auf eine Reihe von Handlungsfeldern aufmerksam, die Herausforderungen für die politische und pädagogische Arbeit im Landkreis Ravensburg darstellen:
(…)es zeigt sich eine seit Jahren (also auch schon vor Einführung des G8) bestehende deutliche Differenz zwischen der Grundschulempfehlung für als gymnasial geeignet eingeschätzte Kinder und dem tatsächlichen Übergang ins Gymnasium; ein nicht geringer Teil dieser Kinder mit Gymnasialempfehlung geht zur Realschule über (und vermutlich später zum beruflichen Gymnasium) (…).
Quelle: Landratsamt Ravensburg, Regionale Steuergruppe Bildungsregion Ravensburg (Hrsg.), Bildung im Landkreis Ravensburg 2008. Erster Bildungsbericht des Landkreises Ravensburg, Ravensburg 2009, S. 97
Text 3: Mehr Hochschulabsolventen
"Zukünftige Berufsbilder brauchen mehr Hochschulabsolventen"
Deutschland hinkt der Studie zufolge auch in anderen Bildungsbereichen im internationalen Vergleich hinterher, wenngleich es positive Tendenzen gibt. So stieg der Anteil von Hochschulabsolventen in den vergangenen Jahren, aber deutlich langsamer als in den meisten anderen OECD-Ländern. Der Absolventen-Anteil je Jahrgang wuchs von 14 Prozent (1995) auf 23 Prozent (2007). Im OECD-Schnitt stieg er im selben Zeitraum von 18 auf 36 Prozent.
Die OECD-Direktorin für Bildung Ischinger sagte: «Zukünftige Berufsbilder brauchen mehr Hochschulabsolventen.» Laut Studie ist ein Studium auch bares Geld wert. Erstmals rechnete die OECD aus, wie hoch der sogenannte Einkommensbonus ist, den höhere Abschlüsse über das ganze Arbeitsleben hinweg berechnet erbringen. Für deutsche Männer, die direkt nach der Schule ein Studium beginnen, liegt er bei 150.000 Euro, bei Frauen bei 95.000 Euro.
Studienanfängerquote auf schwachem Niveau
Die Bemühungen der Bundesregierung um eine höhere Studienanfängerquote fruchten offenbar wenig: Diese Quote sank 2007 im dritten Jahr im Folge auf nun 34 Prozent, wie aus der Studie weiter hervorgeht. Nach der Türkei, Belgien und Mexiko ist das der geringste Wert in der OECD. Im Mittel liegt die Studienanfängerquote an Hoch- und Fachhochschulen bei 56 Prozent. Schavan sagte, in diesem Wintersemester liege die Quote bei 39 Prozent, also nahe am Ziel von 40 Prozent.
Positiv vermerkt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dass der Anteil der Studienabbrecher in Deutschland geringer ist als im OECD-Schnitt. Die Abbrecherquote lag 2005 in Deutschland bei 23 Prozent, im OECD-Mittel waren es 31 Prozent.
Nach: http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Deutschland-hat-zu-wenig-Hochschulabsolventen-id32005.html (14.1.2010)

